Arno Strobel: "Sharing"

Markus und seine Frau Bettina führen gemeinsam eine "Sharing"-Firma. Schon lange fanden sie den Gedanken absurd, dass jeder alles selbst besitzen müsste um es zu nutzen, und so haben sie sich selbstständig gemacht.

Sie vermieten nicht nur Autos, sondern sorgen auch für die bestmögliche Nutzung ihrer vermieteten Wohnungen: unter der Woche wohnen Pendler:innen darin, am Wochenende Tourist:innen.

 

Bisher läuft es auch sehr gut. Die Firma floriert und  gemeinsam mit ihrer Tochter Leonie führen die beiden ein harmonisches Familienleben.

 

Eines Abends aber kommt Bettina nicht nach Hause. Bei ihrer besten Freundin ist sie nicht, und auch sonst gibt es keine Anhaltspunkte über ihren Verbleib. Schließlich die schreckliche Gewissheit: Bettina wurde entführt.

 

Markus erhält eine Nachricht mit einem Link, der ihn ins Darknet führt. Dort soll Bettina am Abend "geteilt" werden. Doch es gibt eine Chance, sie wiederzusehen. Wenn Markus alles tut, was der Entführer ihm sagt.

 

"Sharing - Willst du wirklich alles teilen?" heißt der neueste Psychothriller von Arno Strobel, der es wieder in sich hat.

 

Wie auch schon bei "Die App" nutzt Strobel aktuelle gesellschaftliche Phänomene und Entwicklungen für seinen Text, wodurch die Lektüre umso näher an die Lesenden heranrückt und die Spannung umso mehr steigt, bis man schließlich alles infrage stellt: wem kann man noch trauen? Wer steckt hinter alledem? Was hat es mit Markus' Krankheitsdiagnose auf sich? Und will man wirklich alles teilen?

 

Hochgradig spannend und mitreißend, aber eine Warnung: mit relativ expliziter sexualisierter Gewalt sollte der:die Leser:in kein Problem haben.

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